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 BeitragBetreff des Beitrags: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 15:10 
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Ich wollte das :offtopic: im Fukushima Thread nicht weiter auf die Spitze treiben, daher mach ich hier mal einen neuen auf.

Meine Frage richtet sich an Hausbesitzer mit Solarzellen oder anderweitiger eigener Energieproduktion, die ja dort angesprochen wurden. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, euren Energieüberschuss zum Mining von Bitcoins einzusetzen, quasi als Nebenverdienst? Wenn man damit Geld verdienen möchte, benötigt man ein möglichst gutes Verhältnis von Hash Generierung (Rechenleistung) zu Stromverbrauch (Kosten).

Wenn man sich nun seinen eigenen Strom produziert, wüsste ich gerne, ob es lukrativer ist den Überschuss wieder ins Netz einzuspeisen (wie es wahrscheinlich 99% der Bevölkerung macht), oder zur Generierung von Bitcoins zu verbrauchen.

Nützliche Links:
Hintergrund: https://www.weusecoins.com/de/mining-anleitung/
Hardware: https://www.hobbymining.com/de/mining-hardware/

Andererseits sollte man das wohl eher als Hobby denn als Gelddruckmaschine ansehen:
Zitat:
Bevor Sie weiterlesen seien Sie sich bitte im Klaren, dass die meisten Bitcoinnutzer nicht minen! Bitcoin-Mining ist ein Geschäft mit einer sehr grossen Konkurrenz. Mining macht nur Sinn, wenn Sie es aus Spass machen und es Ihnen nicht so wichtig ist, ob Sie Profit daraus schlagen. Es ist aber auch möglich, dass Sie es sehr effektiv betreiben und davon profitieren. Wenn Sie Bitcoins basierend auf einer bestimmten Hashrate erhalten möchten, sollten Sie sich die benötigte Hardware nicht selbst zulegen, sondern einen Mining-Vertrag abschliessen.

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 15:52 
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Hatte mich früher auch mal darüber informiert.
Heutzutage macht es eigentlich keinen Sinn mehr, Bitcoins zu minen.
Das ist reine Geldverschwendung und kostet einen Haufen an Energie.

Aber um deine Frage zu beantworten - ich kennen den aktuellen Wert nicht, den man pro eingespeister kwh bekommt.
Es ist definitiv günstiger, den produzierten Strom selbst zu nutzen, da du ja viel mehr Geld pro kwh an den Stromanbieter bezahlst, als du für das Einspeisen bekommst.
Damit es sich fürs Bitcoin-Mining rechnet, musst du einfach ausrechnen, wie viel Bitcoins du mit einer kwh minen kannst und was die nach derzeitigem Umrechnungskurs wert sind.
Dazu stecke ich aber nicht tief genug in der Materie...

Zu den Anfängen von Bitcoin hätte sich das sicher noch gelohnt - aber soweit ich weiß, wird es immer schwieriger, welche zu farmen und dass es da richtige "Profimaschinen" für gibt, die aber auch sauteuer sind.
Jedenfalls hat der damalige Artikel, den ich darüber gelesen hatte, schon gesagt, dass es sich selbst mit den Profimaschinen kaum noch lohnt. Klar werden die Maschinen immer effizienter, aber dafür werden die Bitcoins auch immer weniger...

PS:
Laut deinem Link haben die dort mit 0.15$/kwh gerechnet ( https://www.hobbymining.com/bitmain-antminer-s7/ ). Das ist schon verdammt wenig.
So eine Solaranlage kostet ja auch ne Menge Kohle. Nachdem, was ich so recherchiert habe, kann man die nach ca. 10 Jahren als "abbezahlt" rechnen, wenn man möglichst viel davon selbstverbraucht (mehr als 40-50%) und den Rest einspeist. Und dabei rechnet man mit ca. 0.23€/kwh hier bei uns in DE.
Wenn du die anderen 50% fürs Mining nutzt, müsstest du also über den Wert an generierten Bitcoins kommen, den du für die Einspeisung bekommst (derzeit ca. 0,12€/kwh).
https://www.solaranlagen-portal.com/pho ... verguetung

Könnte also theoretisch was werden, denn das sind 2 Cent weniger als die im Artikel an Strom bezahlt haben... Wenn es in Zukunft noch weniger Vergütung gibt, machst du auch mehr Gewinn.

Aber der Aufwand und Nutzen steht in meinen Augen in keinem Verhältnis.


PS:
Ich hoffe, ich hab mich da jetzt nicht verrechnet ;)

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 18:54 
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q.e.d Profit>Umwelt auch beim Otto-Normal-Bürger! :wink:


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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 19:52 
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Naja, die Energie wird ja sowieso produziert, ob ich den Überschuss nun einspeise, selber verbrauche oder einfach verpuffen lasse, da kein langfristiger Speicher vorhanden, wüsste ich nicht, wie ich die Umwelt zusätzlich belaste. Mal davon abgesehen, dass die Asics bestimmt nicht "grün" produziert werden. Ist ja auch bisher alles bloß ein Gedankenspiel...

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 21:16 
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Es muss hier nun nicht weiter diskutiert werden. Zumal ich auch zu wenig Ahnung von der Materie habe. Es geht auch nicht um eine weitere Belastung der Umwelt, sondern ggf. um ein verminderte Entlastung der Umwelt zu Gunsten des Bitcoin-Minings. Ich will es auch nicht bewerten. Ich fand' das Thema halt ganz interessant als Bsp., in dem der eigene Profit mehr Wert hat als eine zusätzliche Entlastung der Umwelt.


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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 6. Feb 2017, 23:46 
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Wenn du Strom langfristig für 1 cent/Kwh bekommst, dann kann sich das lohnen (sofern die die Abwärme noch irgendwie nutzen kannst). Ansonsten musste mit Chinesen konkurrieren, die ihren Strom quasi kostenlos vom Wasserkraftwerk nebenan beziehen. Und dann kommen die Kosten für den Asic noch dazu, mit der Graka kann man heute nimmer vernünftig minen.
Ich kenn zwar die Einspeisungsvergütung von Solarstrom in Deutschland nicht, aber dürfte doch deutlich darüberliegen.


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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 7. Feb 2017, 08:08 
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Die Einspeisevergütung liegt derzeit bei ca. 10-12 Cent...
Konkurrieren ist eher egal, wichtig wäre ja nur, ob es sich für ihn lohnt (Umwelt und alles andere jetzt mal außen vor gelassen).

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 27. Jun 2017, 15:32 
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Nur mal so zum Vergleich: Für's bitcoin-mining wird eine Menge Strom verbraucht - Insgesamt könnte man damit wohl gut 1,3 Millionen (US-)Haushalte versorgen...: http://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption


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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 27. Jun 2017, 16:12 
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Jo, ich finde das auch Wahnsinn, was da verbraten wird...

Mal ne Frage: wird beim Minen denn überhaupt was "sinnvolles" berechnet ?
Irgendwas, was der Forschung usw. hilft ? (so wie beim Seti@home u.a.)

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 27. Jun 2017, 22:28 
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Nope, nur diese Hashs, die jedes Mal länger werden und dadurch aufwändiger zu berechnen. Dadurch wird halt vermieden, dass durch potentere Hardware eine Bitcoin Deflation einsetzt. Jetzt musst du aber man nen Informatiker nach dem genauen Sachverhalt fragen. Oben in meinem ersten Link steht was dazu.

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 1. Jul 2017, 01:46 
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Wenn beim Mining die Difficulty steigt (weil immer mehr Rechenpower reingesteckt wird), muss man immer mehr Blöcke berechnen, bis ein gültiger rauskommt. Die ungültigen Blöcke sind für die Katz, das ist Datenmüll, der keinem was nützt.
Gemacht wird das ganze um einerseits die Zeit zwischen 2 Blöcken bei ungefähr 10 Minuten zu halten und andererseits um das Netzwerk robuster gegen eine 51% Attacke zu machen (hier würde einer 51% der gesamten Rechenpower haben und könnte quasi mit dem Netz machen was er will). Mit Hashlänge oder Deflation hat das aber nix zu tun.


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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 1. Jul 2017, 13:27 
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Ah siehste, ich sag ja, frage jemanden mir mehr Ahnung! ;)

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 BeitragBetreff des Beitrags: Re: Bitcoin mining
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    Verfasst: 1. Jul 2017, 19:23 
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Es gibt übrigens in der Tat Bitcoinalternativen, die die Rechenpower nicht verbraten, sondern damit wissenschaftliche Kalkulationen durchführen, Z.B. Gridcoin oder Foldingcoin. Hier bekommt man für das Berechnen als Belohnung deren Coins. Das allermeiste (mind. 99%) der Rechenpower wird aber nicht für solche Coins verwendet, sondern landet bei den "herkömmlichen" Verfahren im Müll (In erster Linie Bitcoin und Ethereum).


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